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Biografie

Der niederländische Tenor Marco van de Klundert entdeckte seine Leidenschaft für das Singen bereits im zarten Alter von neun Jahren, als er im Kinderchor seiner Heimatstadt das erste Solo übernehmen durfte. Nach dem Abitur entschloss er sich jedoch zunächst für eine Karriere in der freien Wirtschaft, die ihn so in Anspruch nahm, dass er erst mit fast 30 Jahren wieder in einem Vokalensemble zu singen begann – was ihn so begeisterte, dass er nach ersten erfolgreichen Solo-Engagements im Jahr 1999 schließlich seinen Posten im Management eines bekannten schwedischen Möbelkonzerns kündigte, um sich als freier Sänger zu verdingen.

Seine Ausbildung begann er bei Julia Bronkhorst, studierte dann bei Paula de Wit, Max van Egmond und Marcel Reijans, und besuchte Meisterkurse bei Charlotte Margiano und Andrew Lawrence King.

Marco van de Klundert arbeitete mit Dirigenten wie Ton Koopman, Jos van Veldhoven, Thomas Hengelbrock, Paul Van Nevel, Philippe Herreweghe, Konrad Junghänel, Andrew Lawrence King, Daniel Reuss und anderen, und konzertierte dabei in vielen Ländern Europas und den USA, unter anderem im Concertgebouw Amsterdam, Palais des Beaux Arts Brüssel, oder dem Münchner Gasteig. Regelmäßig ist er auf den großen Festivals – besonders der Alten Musik – zu Gast, wie etwa Festival Oude Muziek Utrecht, MAFestival Brügge, Festival van Vlaanderen Antwerpen, Ludwigsburger Festspiele, Itinéraire Baroque, Schleswig-Holstein-Musikfestival oder Festival de Saintes.

Von Beginn seiner Karriere an spezialisierte sich der Sänger vor allem auf die sogenannte Alte Musik, pflegt bevorzugt die Literatur der Renaissance, des Barock und der Klassik, tritt aber gelegentlich auch mit späterer, bis hin zu zeitgenössischer Musik auf. So gehören Lautenlieder ebenso zu seinem Repertoire, wie Monteverdis Orfeo (in der Titelrolle) und die Marienvesper, die Bach’schen Passionen, Händel’sche Oratorien, Kantaten von Buxtehude, Mozarts c-Moll-Messe und sein Requiem, wie auch einige Tenorpartien in romantischen Oratorien. Mit viel Hingabe widmet sich der Tenor außerdem dem romantischen Lied mit Hammerflügel-Begleitung.

Daneben gilt van de Klunderts große Liebe dem Ensemblegesang, dem er als tenorales Viertel des auf die franko-flämische Vokalpolyphonie spezialisierten Egidius-Kwartet ebenso bis 2009 huldigte, wie mit dem Huelgas Ensemble unter Paul Van Nevel oder mit Cantus Cölln unter Konrad Junghänel.

Seine künstlerische Tätigkeit ist durch zahlreiche CD-, TV- und Rundfunkproduktionen dokumentiert.